{"id":956,"date":"2015-01-30T13:40:11","date_gmt":"2015-01-30T13:40:11","guid":{"rendered":"http:\/\/beta.ftwild.com\/?page_id=956"},"modified":"2015-01-30T13:41:49","modified_gmt":"2015-01-30T13:41:49","slug":"test-page","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ftwild.de\/en\/test-page\/","title":{"rendered":"Test Page"},"content":{"rendered":"<p>Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den s\u00fc\u00dfen Fr\u00fchlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genie\u00dfe. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die f\u00fcr solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so gl\u00fccklich, mein Bester, so ganz in dem Gef\u00fchle von ruhigem Dasein versunken, da\u00df meine Kunst darunter leidet. Ich k\u00f6nnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein gr\u00f6\u00dferer Maler gewesen als in diesen Augenblicken.<\/p>\n<p>Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfl\u00e4che der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und n\u00e4her an der Erde tausend mannigfaltige Gr\u00e4schen mir merkw\u00fcrdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unz\u00e4hligen, unergr\u00fcndlichen Gestalten der W\u00fcrmchen, der M\u00fcckchen n\u00e4her an meinem Herzen f\u00fchle, und f\u00fchle die Gegenwart des Allm\u00e4chtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend tr\u00e4gt und erh\u00e4lt; mein Freund! Wenn&#8217;s dann um meine Augen d\u00e4mmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhn wie die Gestalt einer Geliebten &#8211; dann sehne ich mich oft und denke : ach k\u00f6nntest du das wieder ausdr\u00fccken, k\u00f6nntest du dem Papiere das einhauchen, was so voll, so warm in dir lebt, da\u00df es w\u00fcrde der Spiegel deiner Seele, wie deine Seele ist der Spiegel des unendlichen Gottes!<\/p>\n<p>&#8211; mein Freund &#8211; aber ich gehe dar\u00fcber zugrunde, ich erliege unter der Gewalt der Herrlichkeit dieser Erscheinungen. Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den s\u00fc\u00dfen Fr\u00fchlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genie\u00dfe. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die f\u00fcr solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so gl\u00fccklich, mein Bester, so ganz in dem Gef\u00fchle von ruhigem Dasein versunken, da\u00df meine Kunst darunter leidet. Ich k\u00f6nnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein gr\u00f6\u00dferer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfl\u00e4che der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und n\u00e4her an der Erde tausend mannigfaltige Gr\u00e4schen mir merkw\u00fcrdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unz\u00e4hligen, unergr\u00fcndlichen Gestalten der W\u00fcrmchen, der M\u00fcckchen n\u00e4her an meinem Herzen f\u00fchle, und f\u00fchle die Gegenwart des Allm\u00e4chtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend tr\u00e4gt und erh\u00e4lt; mein Freund! 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